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Die Hausstaubmilben-Allergie

Die Allergie

HausstaubmilbeEine Hausstaubmilben-Allergie wird nicht durch das Tier selbst ausgelöst, sondern durch die  Exkremente der Milbe.

Der Kot trocknet aus, zerfällt in sehr kleine Teilchen und vermischt sich mit dem Hausstaub. Wird dieser allergenhaltige Staub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert, kann es dann bei entsprechend sensibilisierten Personen zu allergischen Reaktionen kommen:

Augentränen oder- jucken, laufende Nase, Niesanfälle und in schwerwiegenden Fällen tritt sogar Husten, Atemnot und ein allergisches Asthma bronchiale auf.

Die Hausstaubmilbe

Die Haustaubmilbe zählt zur Gruppe der Spinnentiere. Sie ist ein ganz natürlicher Mitbewohner unserer häuslichen Umgebung. Sie hat nichts mit Unsauberkeit zu tun. Die Hausstaubmilbe ist etwa 0,1 bis 0,5 mm groß und ernährt sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen und Schimmelpilzen.
Täglich verliert der Mensch etwa 1,5 g Hautschuppen, genug um davon 100.000 Hausstaubmilben einen Tag lang zu ernähren. Die Entwicklung und Vermehrung der Milbe ist abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit und Temperatur.  

Die Hausstaubmilben übertragen keine Krankheiten und meiden den Kontakt zu Menschen. Die meisten Menschen haben mit den Hausstaubmilben kein Probleme, außer Menschen welche auf die Exkremente der Hausstaubmilbe allergisch reagieren.

Lebensraum der Hausstaubmilbe

Der Lebensraum der Hausstaubmilben befindet sich bevorzugt in Matratzen, Oberbett, Kopfkissen, und Polstermöbel. Die Hausstaubmilbe ist sehr lichtscheu und versucht sich deshalb im Gewebe zu verbergen indem sie sich mittels ihrer Haftfüßchen festhält. Deshalb ist ein restloses Entfernen der Hausstaubmilbe mittels Staubsauger nicht möglich.
Die optimalen Lebensbedingungen der Hausstaubmilbe sind Temperaturen zwischen 25 und 30°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 75 bis 85%. In den Wintermonaten wo die Luftfeuchtigkeit sinkt, ist der optimale Lebensraum der Hausstaubmilbe nicht gegeben. In dieser Zeit sterben die Hausstaubmilben ab und erhöhen damit die maximale Menge an Exkrementen, so daß die Beschwerden der Allergieker zunehmen.
So sind im Hochgebirge (über 1.200m ü.M) kaum Hausstaubmilben zu finden, weil dort eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit herrscht.

Vorbeugende Maßnahmen

Generell gilt: kein Naturmaterial sondern Synthetik ist gefragt! Folgende Maßnahmen kann man ergreifen, um die Milbenbelastung im Wohnraum einzudämmen.

Matratze

Die Matratze sollte nicht älter als 6-8 Jahre sein. Keine Matratze bleibt frei von Hausstaubmilben, auch keine Latexmatratze. Wichtig ist, daß Sie eine Matratze ohne Naturaufbau (Kokos, Roßhaar, Wolle, ...) wählen, denn alle Naturmaterialien stauben, synthetisches Material nicht.
Gut geeignet sind Matratzen mit abnehmbarem Bezug der bei mindestens 60°C waschbar ist. Um die Milben abzutöten muß der Bezug bei 60°C mindestens 1 Stunde gewaschen werden.
Hilfreich sind auch kochfeste, milbendichte Bezüge für Matratzen und Bettwaren. Allerdings wird dadurch die Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen beeinträchtigt. Einen völligen Schutz vor Hausstaubmilben gibt es nicht, man kann den Bezug regelmäßig waschen, um die Milbenanzahl möglichst gering zu halten.

Oberbett und Kopfkissen

Das Oberbett und Kopfkissen sollte bei 95°C waschbar sein. Falls bei diesen Temperaturen das Bett nicht gewaschen werden kann, sollte es zumindest bei 60°C eine Stunde gereinigt werden. Ebenfalls bei 60°C sollte die Bettwäsche gewaschen werden.

Gardinen

Hausstaubmilben halten sich nur vereinzelt in Gardinen auf. Hier fehlt ihnen die Nahrung (Hautschuppen) und sie haben nur geringen Schutz vor dem Licht. Jedoch sollten die Gardinen von Allergikern mehrmals pro Jahr gewaschen werden.

Teppiche und Teppichböden

In letzter Zeit sind immer wieder "Katastrophen-Meldungen" über Teppichboden in Verbindung mit Allergien verbreitet worden.

Lassen Sie sich davon nicht verunsichern!
Wir geben Ihnen dazu folgenden Rat: Der ideale Bodenbelag für einen Hausstauballergiker ist ein synthetischer Teppichboden.

Natürlich können wir das nicht einfach so stehen lassen; warum also ist das so?

Warum keinesfalls Hartbeläge?

Weil in Räumen mit Hartbelägen die Raumluft viel staubhaltiger ist als in Räumen mit Teppichböden. Jeder weiß doch aus eigener Erfahrung wieviel Staub sich z.B. auf einem Fliesenboden in Ecken und unter Bänken ansammelt. In den Bereichen wo der Boden begangen wird wirbelt der Staub dann auf (mitsamt Milben und deren Exkrementen), und wird eingeatmet.

Warum Teppichboden?

Weil sich der Staub der Raumluft im Teppichboden bindet und abgesaugt werden kann.

Warum synthetisch?

Anders als eine Wollfaser gibt synthetische Faser selbst keinen Staub ab.

Beispielhaft sei an dieser Stelle die Forschungsarbeit des Österreichischen Instituts für Sozialmedizin erwähnt, deren Ergebnisse im Oktober 1996 veröffentlicht wurden.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Der pauschale Hinweis an Hausstaubmilbenallergiker, ihren Teppichboden zu entfernen ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft generell nicht gerechtfertigt.

  • Vorkommen von Milben:
    -  66 % Matratzen / Oberbetten
    -  20 % Polstermöbel
    -    4 % Teppichboden

  • Besonders in Betten finden die Milben ausreichend Nahrung und das für sie ideale Klima.  
    - optimale Entwicklung bei 25 - 30°C und 70 - 75 % Luftfeuchtigkeit

  • Geringes Milbenvorkommen in Teppichböden, weil
    - bei Temperaturen unter 20°C die Vermehrung gehemmt wird, bzw. bei unter 10°C nicht mehr stattfindet
    - Milben sich bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 60 % nicht 'wohlfühlen' und bei unter 40 % absterben.

  • Teppichböden halten Staub- und Luftkeime in den Fasern fest. Dadurch verringert sich der Lufkeimgehalt.

Damit Sie nicht denken "Die wollen doch nur ihren Teppichboden verkaufen":

Wir haben sowohl Teppichböden als auch Hartbeläge im Sortiment. Es könnte uns also egal sein was wir Ihnen verkaufen. Es wäre sicher auch einfacher, dem Medien-Trend folgend, Hartbeläge als "den idealen Bodenbelag für Allergiker" zu verkaufen. Damit ließe sich für uns sogar mehr Umsatz erzielen (und davon lebt lebt ja bekanntlich jeder Händler). Ein guter Teppichboden ist, zumindest bei uns, schon für DM 20,- zu haben. Laminat-, Fertigpakett-, Kork- oder Linoleum-Böden sind erheblich teurer.

Weshalb also diskutieren wir mit Kunden über die Allergie-Problematik und verzichten auch noch auf mehr Umsatz?

  • weil wir sonst wider besseres Wissen handeln würden

  • weil zur Zeit jedes noch so halbseidene "Forschungsergebnis" groß in den Medien verbreitet wird, wenn nur möglichst viel Negatives drin steckt (ganz ähnlich verhält es sich doch auch mit dem Internet; da wird doch angeblich auch nur übelste Pornografie verbreitet !)

  • weil wir überzeugt sind, daß der ideale Fußboden für einen Hausstauballergiker ein ein synthetischer Teppichboden ist

Sonstige vorbeugende Maßnahmen:

  • Vermeiden von zu hoher Luftfeuchtigkeit, geringer als 50%

  • Häufiges Lüften der Wohnräume

  • Staubfänger wie Bücher möglichst unter Verschluß nehmen

  • Verwenden Sie unbedingt einen Staubsauger mit Micro-Filter. Ohne einen solchen Filter saugen Sie den Feinstaub vorne ein und pusten ihn hinten wieder kräftig raus. Da freut sich die Milbe!

Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema Milben beschäftigen wollen, dann schauen Sie doch mal auf die Seite "Milbe - Monster im Mikrokosmos" - dort finden Sie neben sämtlichen Milbenarten auch noch diverse Skizzen und Fotos.

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